Krankenversicherungsrechtliche Aspekte

In der Bundesrepublik Deutschland wurden zum 1. Januar 2004 die Kassenrichtlinien bezüglich der Wurzelkanalbehandlung erheblich verschärft. Eine Wurzelkanalbehandlung kann demnach nur noch zu Lasten der Gesetzlichen Krankenkassen vom Zahnarzt erbracht werden, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.

Die Aufbereitung und Füllung der Wurzelkanäle sollte ad apicem (bis an die Wurzelspitze) erfolgen. Die Wurzelkanalbehandlung an Molaren ist nur dann im Rahmen der Kassenzahnärztlichen Versorgung möglich, wenn dadurch

Ist ein oder sind mehrere Kriterien nicht erfüllt, so besteht die Kassenleistung in der Extraktion (Ziehen) des Zahnes. Wünscht der gesetzlich versicherte Patient dennoch einen Erhaltungsversuch des Zahnes durch eine Wurzelkanalbehandlung, so muss er die Kosten dafür selbst tragen.
.