Orte erhöhter Kariesanfälligkeit

Karies

Glattflächenkaries

Weiße opake (kreidig-demineralisierte) Flächen im Schmelz, meist am Gingivasaum (Zahnfleischsaum), sind bei Kindern und Jugendlichen heute erfreulicherweise nur noch selten. Ursache ist der übermäßige Genuss von stark zuckerhaltigen Getränken. Besonders gefährdet sind Kinder mit Brackets (geklebte kieferorthopädische Apparate). Solange die kreidigen demineralisierten Stellen keine Einbrüche haben, können diese Bezirke remineralisiert werden.

Fissurenkaries

Besonders die Oberflächen der großen Backenzähne sind anfällig für Karies. In den ersten Lebensjahren haben die Zähne eine reduzierte De- und Remineralisationsmöglichkeit. Erhöhte Anlagerung von Plaque wegen fehlendem Antagonistenkontakt (gegenüber liegender Zahn) und die nicht vorhandenen Möglichkeiten diesen Bereich zu pflegen, bereiten oftmals Probleme.

Approximalkaries

Die Approximalkaries (Karies am Kontaktpunktbereich der Zähne) bereitet wegen der erschwerten Diagnose häufig Probleme. Der Diagnostik durch die Sonde sind nicht-invasive Methoden vorzuziehen. Transillumination (Durchleuchtung mit Kaltlicht), Anfärben, Röntgen oder das laseroptische Diagnoseverfahren (Diagnodent), erlauben das Aufspüren kleinster Defekte. Prophylaxemaßnahmen können hier oftmals den "Bohrer" ersetzen.