Prädilektionsstellen (Orte mit erhöhter Anfälligkeit)

Natürliche Schmutznischen

Neben den Fissuren (tiefe Stellen, oft wie ein Flaschenhals auf der Zahnoberfläche) auf den Molaren (große Backenzähne) sind an den Innenflächen der Schneidezähne manchmal kleine Tuberkuli (zusätzliche Höckerchen) oder Einziehungen für die Anlagerung von Keimen optimal. In der Wechselgebissphase (Zeit von den Milchzähnen zum bleibenden Gebiss) bilden Schleimhautkapuzen und Milchzahnreste natürliche Schmutznischen. Die unter sich gehenden Stellen unterhalb der Approximalkontakte (Kontaktflächen zwischen zwei Zähnen) bleibt ein Leben lang gefährdet. Liegt am Zahnhals Wurzelzement frei, zieht die raue Oberfläche die Keime förmlich an.

Künstliche Schmutznischen

In der Wechselgebissphase (siehe oben) sind zunächst kieferorthopädische Apparate (zur Regulierung von Zahnfehlstellungen) zu nennen. Besonders die Multibandapparaturen (für mehrere Monate bis Jahre auf die Zähne geklebte Verankerungselemente) stellen an Essgewohnheiten und Mundhygiene höchste Anforderungen. Überstehende Füllungen und Kronenränder sowie Ausläufer von herausnehmbaren Prothesen erschweren die Zahnpflege, reizen das Zahnfleisch und erhöhen das Kariesrisiko. Die Mundhygiene ist zeitgleich an diesen Stellen deutlich erschwert.