An die Gebissentwicklung angepasste Putztechniken

Zähneputzen - häusliche Mundhygiene

Bass-Technik Bass-Technik, bei der die Bürste schräg am Zahnfleischsaum angesetzt wird.

Die Zähne sollen 2-mal täglich für mindestens 2 Minuten gründlich geputzt werden. Es ist sehr wichtig, besonders abends, dass dies nach dem Essen geschieht. Speisereste dienen den Keimen, die in sehr großer Zahl in der Mundhöhle vorhanden sind, als Nährstoffe. Um zu verhindern, dass einzelne Zähne vergessen werden, hat es sich bewährt, die KAI Systematik anzuwenden. Dabei steht K für Kaufläche A für Außenseite und I für Innenseite.

Die Zahnbürste wird im Winkel von 45° angelegt. Die Borsten leicht gegen Zähne und Zahnfleisch drücken. Kleine rüttelnde Hin- und Herbewegungen von einer halben Zahnbreite durchführen. Zuerst die Außen-, dann die Innen- und zuletzt die Kauflächen reinigen.

Putzen der Milchzähne

Zunächst werden die Zähne mit weichen bis mittelharten Borsten ohne Zahnpasta gereinigt. Gerne sollen die Kleinkinder auch selbst möglichst früh versuchen die Putzbewegungen der Eltern nachzuahmen. Wenn die Kinder definiert und regelmäßig in der Lage sind, die Zahnpasta auszuspucken und nicht zu schlucken, wird auf fluoridhaltige Pasten umgestellt. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass es durch fluoridhaltiges Speisesalz und Mineralwasser nicht zu einem Überangebot an Fluor kommt.

Putzen im Wechselgebiss

Elektrische Zahnbürste Dank diverser Aufsätze sind die elektrischen Zahnbürsten heute richtige Multitalente und ersetzen die herkömmliche Zahnbürste vollständig!

Der Zahnwechsel ist für eine optimale Mundhygiene sehr problematisch. Einerseits schmerzen oftmals Milchzähne, die zwar sehr locker sind aber eben doch noch nicht herausfallen wollen, andererseits führt das Durchbrechen der neuen Zähne ebenfalls zu Blutungen und Schmerzen. Eine stark verringerte Putzintensität ist die Folge. Besonders die 6-Jahr Molaren (die ersten bleibenden Backenzähne) leiden sehr darunter. Häufig wird der Durchbruch dieser Zähne nicht bemerkt. Ohne besondere Aufmerksamkeit kann die Bürste keine effektive Reinigung bewirken, da die 6er sich für mehrere Monate unterhalb der Kauebene und manchmal unter einer Schleimhautkapuze befinden. Ähnlich einem Autolack aus früheren Jahren muss der Zahnschmelz (Außenfläche des Zahnes) reifen und aushärten, um genügend widerstandsfähig gegen die Säureattacken der plaquebildenden Beläge zu werden. Durch ein Kippen der Bürste können auch die unterhalb der Kauebene gelegenen 6er gut erreicht werden.