Ursachen für Fehlstellungen

Genetisch festgelegt oder durch Habits verursacht

Neben erblich bedingten Veranlagungen für Zahnfehlstellungen beschäftigen uns heute hauptsächlich die Folgen von übermäßigem Gebrauch des Schnullers oder Daumens. Habits (schlechte Angewohnheiten), wie das stundenlange Nuckeln am Fläschchen, führen zu einer Umprogrammierung des Schluckakts.

Direkte Folgen des Schnullermissbrauchs (beispielh

Der Schnuller verhindert die Bildung einer optimalen Oberkiefer-Unterkiefer Beziehung. Während im Frontzahnbereich mehr oder weniger große Abstände entstehen, wachsen die Seitenzähne völlig unkontrolliert gegeneinander. Fast immer muss eine Kieferregulierung erfolgen.

Indirekte Folgen durch Zungenfehlfunktion

Ist der Schnuller im Mund, muss er durch die Zunge permanent in Position gehalten werden. Das bedeutet, dass beim Schlucken die Zunge nach vorne gegen den Schnuller (die Frontzähne) gedrückt wird. Dadurch wird der Oberkiefer in seinem Breitenwachstum gehemmt. Ein schmaler, spitz zulaufender Kiefer ist die Folge. Klinisch finden wir oftmals einen Kreuzbiss (die Seitenzähne beißen falsch übereinander). Ein Beenden des Schnullerns vor dem 6. Lebensmonat scheint das Optimum zu sein. Danach sind die Kieferorthopädie (Kieferregulierung) und Logopädie (Sprech- und Schlucktraining) die Therapien der Wahl.