Implantologie von 20 - 99 Jahre

Risiken bei zu früher Implantation

Besonders bei der Nichtanlage in der Oberkiefer-Front (es fehlen ein oder mehrere bleibende Zähne) ist der Druck von Seiten der Kinder und Eltern möglichst frühzeitig zu implantieren (künstliche Titanwurzeln zum Befestigen von Kronen) sehr groß. Sind die Milchzähne nicht mehr vorhanden, stören hauptsächlich in der Pubertät die Zahnlücken. Mit herausnehmbaren Prothesen kann selten ein ästhetisch befriedigendes Ergebnis erreicht werden.

Abschluss des Knochenwachstums

Galt bis vor kurzem das Knochenwachstum des Oberkiefers mit 15-16 Jahren als abgeschlossen, haben heute neueste Untersuchungen ergeben, dass erst nach dem 20. Lebensjahr mit Sicherheit davon ausgegangen werden kann. Das bedeutet, dass der Knochen an der Stelle der Implantatinsertion nicht mehr weiter wächst.

Therapeutische Alternativen

Nach dem Abschluss des Knochenwachstums erscheint die Krone auf dem Implantat deutlich zu kurz. Häufig kann dieses Defizit durch die Verankerung einer deutlich größeren Keramikkrone ausgeglichen werden.